Texte und Gedanken in unserer Zeit

Alltagsfest

Manchmal
das Fest des Lebens
ganz betont feiern
mit kleinen Gesten
die weit hinausweisen über den Alltag
und die Werktagsseele
in Festgewänder kleiden
einen Schalter umlegen
und den Trott unterbrechen
ganz bewusst hier und jetzt sein
noch mehr als sonst
zärtlich sein zu mir selbst
mir kleine Außergewöhnlichkeiten gönnen
die Tasse Kaffee im Speisewagen
der Blick aus dem Panoramafenster
oder ganz einfach
ein paar Augenblicke
frei von jedem Tun
nur für mich selbst
weil ich kostbar geschaffen bin
und aller Liebe wert

Maria Sassin

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(Beitrag von Rosina Wüest)

Das Licht am Tunnelende

Berge bröckeln, Meere steigen,
in den Wäldern Vögel schweigen,
Stürme toben, Feuer brennen,
Mensch und Tier ums Leben rennen.
Gottes Hilfe fehlt uns allen.
Unsre Schreie, die verhallen.

Hurrikane, Wasserfluten,
lange Dürren, Hitzegluten.
Alle Uhren stehen stille,
denn die Erde fährt zur Hölle.
Gottes Hilfe fehlt uns allen.
Unsre Schreie, die verhallen.

NEIN - das ist die Wahrheit nicht.
Der dunklen Nacht folgt Sonnenlicht,
Blütenzauber, Schmetterlinge.
Rund um uns nur schöne Dinge.
Gottes Güte hilft uns allen.
Unsre Schreie nie verhallen.

Myrtha Kuni im Dezember 2019

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Weisheit der Arche

Alles, was ich über das Leben wissen muss, habe ich von der Arche gelernt:

Verpass das Boot nicht.

Denk daran: Wir sitzen alle im selben Boot.

Denke voraus. Es regnete noch kein bisschen, als Noah die Arche baute.

Halte dich fit. Wenn du 600 Jahre alt bist, könnte dich einer auffordern, etwas wirklich Großes zu tun.

Hör nicht auf die Kritiker. Tu einfach die Aufgabe, die getan werden muss.

Bau deine Zukunft auf sicherem Grund.

Zu deiner eigenen Sicherheit: Reise zu zweit.

Schnelligkeit ist nicht unbedingt notwendig. Die Schnecken waren genauso an Bord wie die Geparden.

Wenn du gestresst bist, lass dich eine Zeit lang treiben.

Denk daran: Die Arche wurde von Laien gebaut, die Titanic von Fachleuten.

Ganz gleich, wie stürmisch es wird: Wenn du mit Gott unterwegs bist, wartet immer ein Regenbogen auf dich.

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Man muss Geduld haben mit dem Ungelösten im Herzen,
und versuchen, die Fragen selber lieb zu haben, wie verschlossene Stuben,
und wie Bücher, die in einer sehr fremden Sprache geschrieben sind.

Es handelt sich darum, alles zu leben.
Wenn man die Fragen lebt, lebt man vielleicht allmählich, ohne es zu merken,
eines fremden Tages in die Antworten hinein.

Rainer Maria Rilke

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Meditation

Nur den eigenen Augen trauen und nicht merken,
dass das Wirkliche sich im Verborgenen ereignet.
Nur den eigenen Ohren trauen und nicht merken,
dass der Lärm die Ohren trauen und nicht merken,
dass der Lärm die Ohren taub werden lässt.
Neubeginn – mit deinen Augen und Ohren
wirst du ihn nicht erleben.
Bleibe stehen-Öffne deine Augen – Entdecke das unscheinbar
Kleine – Höre die leisen, zärtlichen Töne.
Stehe auf – Streife ab die Fesseln des Alltags.
Breche auf – Das neue Land ist schon in Sicht.- Neubeginn

Autor/in unbekannt

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5. Juni 2020

Seit dem 24. März haben wir Sie/Euch täglich mit spirituellen Gedanken begleitet. Wir danken all jenen, die sich durch einen eigenen Beitrag daran beteiligt haben. Der erste Sonntag, Pfingsten, hat nun wieder mit Gottesdiensten stattgefunden. Langsam kehren wir wieder aus dem Rückzug in ein bewegteres Leben zurück. Morgen gibt es auch wieder neue Lockerungen. Dabei sind wir selbstverständlich auch weiterhin für Sie /Dich da. Den spirituellen Blog werden wir ab jetzt etwas reduzieren und nicht mehr jeden Tag einen neuen Text posten. Doch schau/en (Sie) hin und wieder hier vorbei um auch weiterhin spirituelle Gedanken für Dich/Sie zu entdecken.

Zum Abschluss ein letzter Pop-Song, für die Corona-Zeit geschrieben. In diesem Sinne ein beseeltes Weitergehen in die Zukunft...auf das uns die Zeit nicht fehlt,
für das, was im Leben wirklich zählt.

STEVY - Auf Amol

Nicht lang her, da standen wir barfuß am Feld.
Kalte Fiaß, an Hunger viel Arbeit koa´ Geld.
Dia G´schichten ham´ ma öfter k´eart,
Dia alt´n Leit ham´s uns erzählt.

Nur war´s nia wichtig, denn uns ja nia was g´fehlt.
Wir meinten, es kann immer so weiter geh´n.
Immer aufwärts, wie soll´s uns auch anders gescheh´n.
Doch wie schnell sich alles ändern kann,
in einer scheinbar heilen Welt.
Die Frage, wurd´schon lang nicht mehr gestellt.

Auf amol is alles anders, auf amol is alles still.
Auf amol kann kaoner mehr tuan, tuan was er will.
Die Zeit heilt alle Wunden, und auch diesmal wird’s so sein,
und derweil, bleiben wir – daheim.

Doch koa Panik, schon bald sind wir wieder mobil.
Und auf den Straßen, sind wir dann wieder zu viel.
Es kommt zurück der Arbeitsstress – die Hektik,
Zeit die uns dann fehlt.
Für des, was im Leben wirklich zählt.

Auf amol is alles anders, auf amol is alles still.
Auf amol kann kaoner mehr tuan, tuan was er will.
Die Zeit heilt alle Wunden, und auch diesmal wird’s so sein,
und derweil, bleiben wir – daheim.

www.youtube.com

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4. Juni 2020

(Beitrag von Florian Piller)

Was brauchst DU - Andreas Bourani

Brauchst du einen Mensch, der an dich glaubt
Der dich hält und dir vertraut
Der deinen Worten Glauben schenkt
Dich in deine Richtung lenkt

Brauchst du einen Blick, der dir Hoffnung gibt
Der dir sagt, dass es weiter geht
Dass hinter'm Ende jemand steht
Und dich kommen sieht

Was tut dir gut, wo gehörst du hin
Weißt du, wo deine Wege sind
Kannst du dich finden, so wie ein Kind
Das nicht sucht, sondern beginnt

Was tut dir gut, wo gehörst du hin
Weißt du, wo deine Wege sind
Kannst du dich finden, so wie ein Kind
Das nicht sucht, sondern beginnt

Brauchst du ein Zeichen, ein kleines Licht
Vielleicht einen Freund, der mit dir spricht
Brauchst du ein Wunder, das dich heilt
Oder brauchst du einfach Zeit
Wohin würdest du gern gehn
Und was würdest du erzähln
Vielleicht würd' ich dich verstehn

Was tut dir gut, wo gehörst du hin
Weißt du, wo deine Wege sind
Kannst du dich finden, so wie ein Kind
Das nicht sucht, sondern beginnt

Was tut dir gut, wo gehörst du hin
Weißt du, wo deine Wege sind
Kannst du dich finden, so wie ein Kind
Das nicht sucht, sondern beginnt

Und sag, kennst du das auch
Wenn du nicht mehr dran glaubst
Wenn du nicht mehr suchst
Bekommst du, was du brauchst
Und dann folgst du deiner Stimme
Dich lenken nur noch deine Sinne
Weil du Nichts vermisst
Weil du Nichts vermisst

Hey

Was tut dir gut, wo gehörst du hin?
Weißt du, wo deine Wege sind?
Kannst du dich finden, so wie ein Kind?
Das nicht sucht, sondern beginnt

Was tut dir gut, wo gehörst du hin?
Weißt du, wo deine Wege sind?
Kannst du dich finden, so wie ein Kind?
Das nicht sucht, sondern beginnt

Oah, oah, oah
Was tut dir gut?
Oah, oah, oah
Was tut dir gut?
Oah, oh

www.youtube.com

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3. Juni 2020

(Beitrag von Florian Piller)

Der Geist, der lebendig macht!

Im Namen des Vaters und des Sohnes,
das ist vorstellbar, fassbar,
sogar anfassbar – salopp gesagt,
aber im Namen des Heiligen Geistes,
das ist nicht so berechenbar,
denn der Geist ist unsichtbar,
und der Heilige Geist nicht nur unsichtbar,
der ist oft auch nicht erkennbar,
denn seine Welt ist fassungslos,
teilweise sogar sprachenlos,
für viele sogar aussichtslos;
Er ist von wolkenloser Musikalität,
und wenn man ihn wiegen könnte,
ganz leicht und deshalb so schwierig,
je leichter der Heilige Geist,
desto mehr steckt in ihm,
Er weißt alles, sieht und hört alles,
auch jetzt sieht und hört er uns,
Er ist im Auftrag Gottes unterwegs,
uns das Schwere leicht zu machen.
Ich will nicht sagen,
dass er immer bei uns ist,
wie man in manchen Vorträgen hört,
Er hat auch alle anderen Lebewesen
in Gottes Welt zu beflügeln.

Wie oft hat er uns verlassen,
der Heilige Geist,
das heißt eigentlich,
wir haben ihn verlassen;
wie oft hat er es uns schwer gemacht,
das heißt, wir haben es ihm schwer gemacht;
und es gibt ja auch Tage bei uns,
wo wir ihn wirklich nicht spüren
mit unserem kleinen Menschenglauben,
wo wir ihn uns jedes Mal
aufs Neue erfüllen müssen und glücklich sind,
wenn das Schwere plötzlich in uns abfällt
und der Geist hier bei uns ist
und Probleme sich aus dem Staub machen
und die Menschen wieder anfangen zu lächeln.

Gott ist leicht;
Gott ist nicht schwer,
Gott ist schwierig, ist kompliziert,
ist hochdifferenziert,
aber nicht schwer,
Gott ist das Lachen, nicht das Gelächter,
Gott ist die Freude, nicht die Schadenfreude,
das Vertrauen, nicht das Misstrauen,
er gab uns den Sohn, um uns zu ertragen
und er schickte seit Jahrtausenden
den Heiligen Geist in diese Welt.

Hanns Dieter Hüsch

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2. Juni 2020

(Beitrag von Linda Gaeta)

Hausgeburt

Nicht mit Hochamt
hat es angefangen
nicht mit Hochwürden
und Heiligem Stuhl, sondern
heiliger Kraft –
atmender Segen.

Nicht mit Scham und Schuld
hat es angefangen
nicht mit Beichte
und Busse, sondern
entfachter Lust auf Leben –
osterleicht.

Nicht mit Versenkung
hat es begonnen, sondern
Ekstase
– alle ausser sich
erschütterte Herzen
aufgesperrte Türen und
Gewandelten, die sich den Tod
aus den Augen reiben.

Am Anfang nichts
von heiliger Ordnung
von ewiger Wahrheit, reiner Lehre
und Enge in der Brust, sondern
Weite, und Wind
der den Staub aus den Gedanken und
die Angst von den Seelen weht
Ein Beben und Brausen
Ein Rauschen in den Köpfen
Ein Sturm in den Herzen
Taumel und trunken und
Mutfunken, die überspringen –
ein Lungenzug Hoffnung
ein Atemzug Himmel.

Am Anfang Menschen
mit leeren Händen
Kinder, Mütter, Fischer und Frisöre
Fremde, Heimische, Ungelernte, Studierte
– einerlei
und geistverwandt
die in Bewegung kommen
die Fahrt aufnehmen
die es auf die Strassen treibt
– Ort der Ewigen
Nichts von Starre, von Steife und
gestärkten Kragen
Nichts von Räucherwerk und
ewigem Licht, eingesperrt, sondern
Feuer und Flamme
frei und wild –
Begeisterung, die Blüten treibt.

Nirgendwo abgelaufene Silben
abgedroschene Phrasen, sondern
eben erst zur Welt gekommene Worte
staunende Ohren
Sprache, unerhört
die alle verstehen
inwendig-auswendiges Reden
ergriffenes Wort – lebensgefährlich
furchtlos und frei
mitten ins Herz.

Träume für die Alten
Aussichten für die Jungen
Gerechtigkeit und Friede, die sich
in den Armen halten
Die grossen Taten Gottes
– Auszug und Aufstand
die Stadt aus Licht, in allen
Mundarten, Muttersprachen, Dialekten
vielstimmiger vollmundiger Psalm.

Nicht mit Hochamt
hat es angefangen
nicht mit Hochwürden
und Heiligem Stuhl, sondern
heiliger Kraft –
Segen
grenzenlos.

Text von Jacqueline Keune

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1. Juni 2020 - Pfingstmontag

(Beitrag von Florian Piller)

Pfingstgeschichten

Die Pfingstbotschaft des gestrigen Liedes „alles wird neu“ soll sich auf unser Leben auswirken, was das heutige dritte Lied zu Pfingsten ausdrückt: „Zeit neue Wege zu geh'n, Ich hab soviel zu geben... Ich bin wieder am Leben“. Nehmen wir dies auch mit, wenn wir nach der langen Zeit des Rückzugs langsam wieder in die sogenannte Normalität zurückkehren, damit sie nicht all zu fest wieder „normal“ (ohne Veränderung) werde...

Andreas Bourani - Wieder am Leben

Ich nehm' die Kisten voll mit alten Plänen
Ich schmeiß sie weg, alles muss raus
Schüttel den Staub aus meinem Jacket
Und seh' fast wieder wie ein Lebewesen aus
Meine Belohnung bin ich los
Ich komm' voran mit jedem kleinen Schritt
Und die Welt wird wieder groß
Ich spring auf und dreh' mich mit

Es vibriert in allen Sinnen
Ich saug' das ganze Universum um mich auf
Und die Orchester sollen spielen

Ich bin wieder am Leben
Zeit neue Wege zu geh'n
Ich hab soviel zu geben
Trag in mir Kraft für zehn
Ich bin wieder am Leben

Manchmal muss so ein Beben eben sein
Und wieder rollt mein rollender Stein
Endlich Schluss mit der Grübelei
Die Sonne knallt und ich fühl' mich wieder frei
Ich bin zurück um zu gewinnen
Mit Energie die man für zehn Leben braucht
Und die Orchester sollen spielen

Ich bin wieder am Leben
Zeit neue Wege zu geh'n
Ich hab soviel zu geben
Trag in mir Kraft für zehn
Kraft für zehn

Sie soll'n in hundert Jahren noch davon reden
Ich umarm den Himmel und zünd' tausend Raketen
Lass eine Million Sterne glüh'n
Und alles wird beben
Ich küss' die Welt auf ihren vollen Mund
Tanze, als würde ich schweben

Ich bin wieder am Leben
Ich bin wieder am Leben
Zeit neue Wege zu geh'n
Ich hab soviel zu geben
Trag in mir Kraft für zehn
Ich bin wieder am Leben
Wieder am Leben
Ich bin wieder am Leben
Wieder am Leben

www.youtube.com

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31. Mai 2020 - Pfingsten

(Beitrag von Florian Piller)

Pfingstgeschichten

Der zu Pfingsten gewählte Song baut auf die Botschaft „alles wird neu“ durch den Hl. Geist, der als „Renaissance der Liebe“ bezeichnet wird.

Xavier Naidoo - Die Renaissance der Liebe

Ich kann es sehen so plastisch
Es geschieht wie prophezeit
Wenn er alle Tränen abwischt
Wird der Tot nicht mehr sein

Die Renaissance der Liebe
Wir können uns alle freuen
Die letzte Chance die geblieben ist
Ist Liebe, Liebe alles wird neu

Und siehe da weder Trauer
Noch Schmerzen noch Geschrei
Werden das hier Überdauern
Den das erste ist vorbei

Oh die Renaissance der Liebe
Wir können uns alle freuen
Die letzte Chance die geblieben ist
Ist Liebe, Liebe alles wird neu yeah

Alles wird neu (Halleluja, Halleluja)
Halleluja, Halleluja (Halleluja, Halleluja)
Halleluja, Halleluja (Halleluja, Halleluja)
Halleluja, Halleluja (Halleluja, Halleluja)
Halleluja (Halleluja)

Aus der Quelle des Wassers
Des Lebens wetter geben umsonst
Wenn du es bis hier her geschafft hast
Sollst du den Segen bekommen

Oh die Renaissance der Liebe
Wir können uns alle freuen
Die letzte Chance die geblieben ist
Ist Liebe, Liebe alles wird neu whoah oh!

Alles wird neu (Halleluja, Halleluja)
Alles wird neu (Halleluja, Halleluja)
(Halleluja, Halleluja)
Alles wird neu (Halleluja, Halleluja)
Alles wird neu (Halleluja, Halleluja)
(Halleluja, Halleluja)
Alles wird neu (Halleluja, Halleluja)

www.youtube.com

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30. Mai 2020

(Beitrag von Florian Piller)

Pfingstgeschichten

Für die kommenden drei Pfingsttagen habe ich nochmal in meinem Musikarchiv gegraben und drei Stücke herausgesucht, die auch etwas von der Pfingstbotschaft in sich trägt.

Das heutige Lied besitzt biblische Zitate. Ostern: Habt keine Angst, ich habe die Welt überwunden, Pfingsten: Das Psalmwort, mit meinem Gott überspringe ich Mauern.

Samuel Harfst: «Fürchte dich nicht»

hab lang auf dich gewartet,
war eine kalte schwarze nacht.
hab dir zugesehen beim schlafen,
doch jetzt bist du aufgewacht.
ich bin die hoffnung,
du wirst mich nicht verlieren,
der pulsschlag in deinen adern,
du wirst nicht erfrieren.

fürchte dich nicht vor der welt,
denn ich hab sie überwunden.
in all den dunklen stunden
hab ich um dich gerungen.
niemand hat dich gezwungen
und ich hab dich gefunden,
folgte deinen tränen
zu deinen tiefsten wunden.
sag mir, was hat dich so verletzt,
dass du zögernd deine segel setzt,
vor zweifel in die fluten schaust,
andern mehr als dir zutraust.
wenn du wüsstest,
was du mir bedeutest,
würden in deinem herz alle glocken läuten.

fürchte dich nicht vor der welt,
denn ich hab sie überwunden.
in all den dunklen stunden
hab ich um dich gerungen.
niemand hat dich gezwungen,
ich hab dich gefunden
und folgte deinen tränen
zu deinen tiefsten wunden. fürchte dich nicht,
vor allem vor mir nicht. fürchte dich nicht,
vor allem vor dir nicht. fürchte dich nicht,
vor allem vor mir nicht.
zusammen können wir über mauern springen,
riesen bezwingen.
mit riesen ringt man nicht.
man schleudert wein ins gesicht,
weil in meinem licht zweifel erlischt.

fürchte dich nicht vor der welt,
denn ich hab sie überwunden.
in all den dunklen stunden
hab ich um dich gerungen.
niemand hat dich gezwungen,
ich hab dich gefunden
und folgte deinen tränen
zu deinen tiefsten wunden. fürchte dich nicht,
vorallem vor mir nicht. fürchte dich nicht,
vorallem vor dir nicht. fürchte dich nicht,
vorallem vor mir nicht.

fürchte dich nicht vor der welt,
denn ich hab sie überwunden.
in all den dunklen stunden
hab ich um dich gerungen.
niemand hat dich gezwungen,
ich hab dich gefunden
und folgte deinen tränen
zu deinen tiefsten wunden.

www.youtube.com

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29. Mai 2020

(Beitrag von Florian Piller)

Pfingstgeschichten

Geisteswehen

Oh, Gott
lass ihn wehen
deinen Geist
in unseren Augen, dass wir sehen
in unseren Ohren, dass wir hören
in unseren Herzen, dass wir lieben
lass ihn wehen,
damit wir zupacken, aufgreifen, begreifen
lass in wehen
damit wir anpacken, bewegen, begehen
lass ihn wehen
deinen Geist
in uns
damit wir leben.

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28. Mai 2020

(Beitrag von Elvira Hürbin)

Pfingstgeschichten

Geist Gottes bezeichnet die Nähe Gottes in allem, was ist, in Dingen, in Ereignissen, in Worten, in Menschen, in allem, was lebt und besteht.
Schöpferische Wirkkraft ist gemeint, spriessende Lebendigkeit, Heiligkeit, durchscheinendes Licht.
Was Gottes Geist ist, schildert die Bibel im Gleichnis eines Windes, eines sanften Hauches oder auch eines Sturmes; als ein leises durchdringendes Wort, das durch die Geister und Herzen der Menschen geht; ein Wort auch, das von Gott zu uns dringt durch das Schicksal, das wir erfahren, durch Führung und Fügung unseres Lebensganges.
Der Geist ist wie ein Wanderer, der über die Erde geht, der nirgends bleibt, der kommt, wenn es ihm gefällt und weiterzieht. Niemand besitzt ihn, niemand hält ihn fest, niemand setzt ihm eine Grenze. Feinfühligkeit ist nötig, Bescheidenheit, Wachheit der Sinne und des Herzens, um ihn zu empfinden.

Jörg Zink

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27. Mai 2020

(Beitrag von Rado Stecki)

Pfingstgeschichten

Der Heilige Geist

Ich trage etwas Kostbares im Herzen.
Ein Schatz, den die Welt gar nicht kennt.
Ein herrliches unschätzbar Kleinod.
Das wie Feuer in der Seele mir brennt.
Der Geist Gottes, - das ist dieses Feuer.
Es zündet, es heilt und es brennt.
Es leuchtet dem gläubigen Pilger.
Zu Gott, - der beim Namen ihn nennt.

Eine göttliche Kraft ist dieses Feuer.
Eine Macht, die vor Nöten uns schützt.
Ein Tröster, wenn traurig wir harren.
Ein Schutz, wenn das Unwetter blitzt.
Ein Anwalt beim Vater im Himmel.
Eine erhabene Schöpfergestalt.
Dies alles ist Er, der Geist Gottes.
Ihm gebührt Ehre und Ruhm und Gewalt!

Einen Lehrer hab` ich tief im Herzen.
Eine Stimme, die milde mich mahnt.
Einen Führer, der gnädig mich leitet.
Einen Gott, der sich meiner erbarmt.
Eine Sicherheit vor Gottes Throne.
Einen Begleiter im irdischen Tal.
Er behütet mein Herz und bewahrt mich.
Und Er führt mich zum himmlischen Saal.

Geist des Herrn, Dir ist gar nichts unmöglich!
Keine Mauer hält jemals Dich auf.
Alle Macht gebührt Dir in der Höhe!
Niemand hindert der Geisteskraft Lauf.
Wo Du Raum findest in menschlichen Herzen.
Dort kann ewiges Leben gedeih`n.
Und nur dort, wo Du Menschen kannst leiten.
Dort allein kann die Herrlichkeit sein!

(Gedicht, Autor: Heinrich Ardüser, 2005)

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26. Mai 2020

(Beitrag von Florian Piller)

Pfingstgeschichten

The Lord of the dance

Viele von uns kennen "Lord of the Dance" als flottes, fröhliches Lied (z.B. von The Dubliners gesungen www.youtube.com) oder verbinden den Titel mit dem Tänzer Michael Flatley und seiner weltbekannten, gleichnamigen Irish-Dance Show. Dabei ist "Lord of the Dance" im englischsprachigen Raum in jedem Kirchengesangbuch zu finden und wird gern und oft im Gottesdienst gesungen.
Der Text wurde im Jahre 1963 von Sydney Carter geschrieben. In den fünf Strophen ist es Jesus selbst, der sein Leben und Wirken auf Erden schildert und als einen "Tanz" beschreibt, der schon mit der Schöpfung seinen Anfang nahm ("I danced in the morning when the world was begun"). Er fordert uns immer wieder im Refrain auf, ihm im "Tanz" nachzufolgen, egal wo wir sind, er wird uns leiten, er selbst ist schließlich "Der Herr des Tanzes".
Sich die Lehre und die Nachfolge Jesu überhaupt als "Tanz" vorzustellen erfüllt mich schon mit Leichtigkeit, Beschwingtheit und befreit mich von belastenden irdischen Sorgen. Nicht ohne Grund wird das Tanzen oft als spiritueller Akt, als Meditation ausgeführt und empfunden. Gerade in der diesjährigen Passionszeit ohne gemeinsame Gottesdienste, gerade in der momentanen unsicheren Ausnahmesituation, in der wir alle erst recht Halt, Zuversicht und die tröstende Gemeinschaft mit anderen Menschen suchen.
In bildhafter, leicht zugänglicher Sprache erreicht die Aussage dieses Liedes mein Herz: Jesus starb zwar am Karfreitag wegen seines "Tanzes", wegen seiner guten Nachricht an uns; mit seiner Auferstehung zu Ostern verspricht er uns, dass er in uns weiterleben wird, wenn wir in ihm weiterleben wollen. Er selbst ist der Tanz, somit tanzt er weiter (in uns), wenn wir es zulassen. Seine Lehre der Nächstenliebe, der Hoffnung und der Zuversicht hat Fortbestand. Auch in den schwersten Stunden, wenn alles düster erscheint und uns die Sorgen plagen, dürfen wir vertrauen, dass alles ein gutes Ende nehmen wird, er lässt uns nicht allein. Das ist auch die Botschaft von Pfingsten. Er lässt uns nicht alleine zurück, er gibt uns seinen Geist, der uns Mut gibt, unseren Tanz des Lebens weiter zu tanzen.

Herr des Tanzes

Ich tanzte am Morgen, als die Welt entstand.
Ich tanzte auf Sonne, Mond und Sternenverband.
ich tanzte auf der Erde, kam vom Himmel herab.
Die Geburt von mir fand in Bethlehem statt.

Refrain:
Darum, wo auch immer du sein magst, tanze
Denn ich bin der Herr deines Lebenstanzes
deinen Tanz werde ich leiten, wo immer du bist
ich werde ihn leiten, das ist, was er verspricht.

Pharisäer und Schriftgelehrte lud zum Tanze ich ein,
sie wollten weder tanzen noch mit mir sein.
So tanzte ich für Jakob und für John
sie folgten mir nach und der Tanz war ihr Lohn.

Darum, wo auch immer du sein magst, tanze
Denn ich bin der Herr deines Lebenstanzes
deinen Tanz werde ich leiten, wo immer du bist
ich werde ihn leiten, das ist, was er verspricht.

Ich tanzte am Sabbat und heilte die Lahmen
Die Heiligen sagten nur: „Schäme dich - Amen!“
Sie entkleideten, peitschten und hingen mich auf
Am Kreuz hängend nahm der Tod seinen Lauf.

Darum, wo auch immer du sein magst, tanze
Denn ich bin der Herr deines Lebenstanzes
deinen Tanz werde ich leiten, wo immer du bist
ich werde ihn leiten, das ist, was er verspricht.

Ich tanzte am Freitag, die Schwärze im Blick,
schwer zu Tanzen mit dem Teufel im Genick.
Mein Leichnam im Grabe - jetzt schien es vorbei, aber ich bin der Tanz und das Tanzen, das sei.

Darum, wo auch immer du sein magst, tanze
Denn ich bin der Herr deines Lebenstanzes
deinen Tanz werde ich leiten, wo immer du bist
ich werde ihn leiten, das ist, was er verspricht.

Sie schnitten mich runter und ich fuhr hoch
Denn das Leben bleib ich – immer noch.
Werde ich leben - so lebst du in mir.
Denn des Tanzes Herr bin ich- so sage ich´s dir.

Darum, wo auch immer du sein magst, tanze
Denn ich bin der Herr deines Lebenstanzes
deinen Tanz werde ich leiten, wo immer du bist
ich werde ihn leiten, das ist, was er verspricht.

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25. Mai 2020

(Beitrag von Florian Piller)

Pfingstgeschichten

Der Schutzengel vom Bahnhof Zürich

Vielleicht kennen Sie sie auch noch. Die alte Frau auf einen Rollstuhl gestützt, meist mitten im Getriebe der Bahnhofshalle. Franz Holer hat ein Lied über sie geschrieben. Eine kleine Reportage über sie dann in der Hey Du Post 8, kurz vor Pfingsten.

Si stiige us de Züg
Und es spüelt si id Halle
Es wirblet si richtig dürenand
Uf de Rollträppe fahre si unde ufe mit Pizzaschnitte i der Hand
E Bahnhofshilf mit em gäl/rote Bändel füert e Blinde uf Gleiss vier
Soldate mit Sturmgwehr und furchtbare Rucksäck schwinge es Dösli Bier
E Chloschterschwöschter us de Innerschwiiz treirt a de Täschr e chli schwär
D‘Japaner ziehnd ihri grosse Köffere wie Hündli hinder sich her

Und zmitzt drin si, uf e Rollschtuel gschützt
Wie wenn si immer dört wär gsii
Di alti Frau, si wartet uf kein Zug
Si bätet für di und mi

Haschtigi chliini Elektochäre schleppe ändlosi Tazelwürm
Dunkli Buebe in plampige Hose skate durs dickschti G’wüel
De Zug us Wien heig e Stund verspötig, seit de Luutsprächer, dänn wird er stumm
E Hund wo wartet, hät sin Meischter gsee und riist d‘Meischterin fasch um
Werum brucht me zum Wandere roti Socke und so grauehaft höchi Schue
Uf de Tafle tschättert d‘Afahrtsziite und d‘Städtenäme derzue

Und zmitzt drin sie, uf e Rollstuel gschützt
Wie wenn si immer dört wär gsii
Di alti Frau, i de glismete Jagge
Si bätet für di und mi

D‘Polizei holt eine mit Handschälle ab
A der Wand wirbt riesig d‘Mobiliar
E Tamil schwäbt über d‘Chöpf am Gepäckwage zue, mit ere volle Minibar
Lang bevor de Zug uf Zagreb fahrt, warte Bärge vo Gepäck
Verliebti Meitli giggelet id Händi und uf einisch isch d‘S-Bahn wäg
Frömdi wo d‘Chind uf em Kofferwage stosse, Manager mit Attache-Case
Amerikaner mit Tacking-Rucksäck renne zum falsche Gleis

Und zmitzt drin sie, uf e Rollstuel gschützt
Wie wenn si immer dört wär gsii
Am linge Fuess en Turnschue, am rechte e Sandale
Sie bätet für Di und mi

Ihri Krücke hät si über d’Lehne gleit, Uf em Sitz ligt irgen es Pack
Mängisch schänktere öper e Rose, die steckt si in en Pladtiksack
Chunsch am Morge am sächsi oder Znacht am zwölfi, si staht eifach immer da
Du weisch nöd wo si schlaft, Du weisch nöd wenn si isst, du gsehsch si nie zum WC gah
Ihri Chuntschaft isch gross und git so viel z’due, keis Wunder, dass si fascht nie lacht
Si lad ihri Reisende ned im Stich, si dänkt asi Tag und Nacht

Und wenn se s’Nöchschtmal gsehsch, uf e Rollstuel g‘schtützt
Wie wenn si immer dört wär gsii
Dänn bringere en Öpfel und sägere danke
Und bät au emal für si.

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24. Mai 2020

(Beitrag von Florian Piller)

Zwischen Himmelfahrt und Pfingsten

aneinander/durcheinander

Es wächst
Durch Erde
Durch Wasser
Durch Licht

Durch-einander – wachsen wir

Es wächst
An Zeit
An Geduld
An Hoffnung

An-einander – wachsen wir

Wir wachsen
An-einander
Und
Durch-einander

Wir sind
An-einander
Und
Durch-einander
Geraten

Wir geraten
Und reifen
Wachsen
Und blühen
Aufeinander hin

Nach Markus 4,26-29

Aus Florian Piller, Ohne Komma ohne Punkt, Verlag Pipo Buono

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23. Mai 2020

(Beitrag von Linda Gaeta)

Sich zu entscheiden

das steht heutzutage
nicht allzu hoch im Kurs
man legt sich nicht fest
man bindet sich nicht
man lässt sich lieber
alle Möglichkeiten offen
bleibt unverbindlich
offen für alles
wer weiss ob nicht vielleicht doch…..

wer sich entscheidet
sagt ja
zu einem Menschen
zu einem Glauben
zu einem Weg
und ist bereit
diesen Weg zu gehen

wer sich entscheidet
steht hin
und stellt sich
traut sich zu sagen
das meine ich
das will ich
und dich will ich
macht sich verbindlich
und gewinnt Profil.

(Nach Andrea Schwarz)

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22. Mai 2020

(Beitrag von Florian Piller)

Problem(Lösung)s Strategie :-)

Die Lösung (Annett Louisan)

Ich hab' da so'n Problem
Das kümmert mich extrem
Es ziert mich wie ein Tier,
Das ich spazieren führ'
Es macht mich int'ressant
Die Leute sind gespannt
Was ist mit dem Problem?
Wie wird es weitergeh'n?
Ich brauche mein Problem
Um ander'n zu entgeh'n
Ich pack's genüsslich aus
Und red' mich damit raus
Ich schildere es farbenreich
Und alle rufen gleich
"Was macht die Arme bloß durch?!"

Geh' mir weg mit deiner Lösung
Sie wär' der Tod für mein Problem
Jetzt lass' mich weiter drüber reden
Es ist schließlich mein Problem
Und nicht dein Problem

Ich spür' da so 'nen Schmerz
Im Kopf und auch im Herz
Darüber klag' ich leis'
Wenn ich nicht weiter weiß
Ich hüll' mich in mein Leid
Wie in ein langes Kleid
Und alle schauen her
"Oh je, sie leidet sehr"
Ich klage meinen Schmerz
Ganz traurig himmelwärts
Verweine mein Gesicht
Bevor man mich erwischt
Wie ich gerade lüg'
Und jemanden betrüg'
Das ist ein guter Trick

Geh' mir weg mit deiner Lösung
Sie wär' der Tod für mein Problem
Jetzt lass' mich weiter drüber reden
Es ist schließlich mein Problem
Und nicht dein Problem

(Lasst uns „das Problem“ lieber lösen, das nächste kommt bestimmt......)

www.youtube.com

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21. Mai 2020

(Beitrag von Linda Gaeta)

Auffahrt

Die Hoffnung ist
ein Tor.
Den Ausgeschlossenen
öffne das Tor.

Die Hoffnung ist
ein Flügel.
Den Abgestürzten
leihe die Flügel.

Die Hoffnung ist
ein Licht.
Den Erloschenen
zünde das Licht.

Die Hoffnung
ist ein Wort.
Den Verstummten
sprich das Wort.

W. Dietrich

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20. Mai 2020

(Beitrag von Florian Piller)

Im Monat Mai: ein Marien-Lied

LET IT BE (Beatles)

Wenn ich mich in sorgenvollen Zeiten befinde
Erscheint mir Mutter Maria
Und spricht weise Worte:
Lass es los!

Und in meiner dunkelsten Stunde
Steht sie direkt vor mir
Und spricht weise Worte:
Lass es geschehen!

Lass es los! Lass es geschehen!
Lass es geschehen! Lass es los!
Flüstert weise Worte:
Lass es los!

Und wenn die, die gebrochenen Herzens sind
In der Welt sich einig sind
Wird es eine Antwort geben:
Lass es los!

Denn auch für jene die getrennt sind
Gibt es immer noch eine Chance, dass sie verstehen
Dass es eine Antwort geben wird:
Lass es geschehen!

Lass es geschehen! Lass es los!
Lass es los! Lass es geschehen!
Ja, es wird eine Antwort geben:
Lass es los!

Lass es geschehen! Lass es los!
Lass es los! Lass es geschehen!
Flüstert weise Worte:
Lass es los!

Ja, lass es los! Lass es geschehen!
Lass es los! Lass es geschehen!
Es wird eine Antwort geben:
Lass es los!

(Gitarrensolo)

Lass es geschehen! Lass es los!
Lass es los! Lass es geschehen!
Ja, es wird eine Antwort geben:
Lass es los!

Und auch wenn die Nacht voller Wolken ist
Gibt es immer noch ein Licht, das auf mich scheint
Scheint, bis der Morgen kommt!
Lass es geschehen!

Ich wache mit dem Klang von Musik auf
Mutter Maria erscheint mir
Und es wird keine Trauer mehr sein:
Lass es los!

Lass es geschehen! Lass es los!
Lass es los! Lass es geschehen!
Es wird keine Trauer mehr sein:
Lass es los!

Lass es los! Lass es geschehen!
Lass es los! Lass es geschehen!
Flüstere weise Worte:
Lass es los!

www.vimeo.com

Übersetzung aus dem englischen: Florian Piller

Let it be ist ein Idiom und bedeutet „lass es geschehen“ oder „lass es los“. McCartney verarbeitete in seinem Text die Querelen, die zwischen den Bandmitgliedern seinerzeit herrschten. Der Text führte zu Spekulationen darüber, ob es sich bei dem Lied um eine Hymne an Maria, die Mutter Jesu, handeln könnte. Erst später äußerte McCartney, dass er in dieser für ihn schwierigen Zeit einen Traum gehabt habe, in dem ihm seine früh verstorbene Mutter Mary erschienen sei. Im Traum soll sie zu ihm gesagt haben, dass alles gut werden würde. Dies habe ihm viel Halt gegeben. Da die Biblische Maria die Mutter aller Glaubenden, Hoffenden, Trauernden, Ohnmächtigen, Nach-Frieden-Suchenden... ist, kann dieses Lied dennoch auf sie bezogen verstanden werden.

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19. Mai 2020

(Beitrag von Elvira Hürbin)

Leben

Ein Weg
Mit Licht und Schatten,
mit einem Woher,
mit einem Wohin

Gemeinsam
sind wir unterwegs,
gemeinsam
wollen wir ankommen

Gehen wir noch gemeinsam,
wenn die Schatten
länger und länger werden,
wenn die Ängste wachsen?

Mit dir will ich erspüren,
was hinter allem liegt-
gemeinsam geben wir
den Schritten einen Sinn

Peter Friebe

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18. Mai 2020

(Beitrag von Florian Piller)

Eigentlich wollte ich die folgende Geschichte (aus Köln) gar nicht schreiben. Aber meine Frau hat gesagt: „Schreib sie ruhig auf, du musst nicht immer nur lustig sein, du kannst zwischendurch ruhig mal etwas Leises erzählen!“ Das Leise kommt sowieso immer mehr aus der Mode! Auch in der Kleinkunst! Und da meine Frau ja immer recht hat und in meinen Geschichten sowieso oft vorkommt, habe ich die Geschichte dann doch geschrieben. …
Also: …wir wollten in den Circus Roncalli, die Karten hatten wir schon, und da wir noch bisschen Zeit hatten, sind wir noch eine halbe Stunde spazieren gegangen und haben uns alles mögliche angeguckt! Also wunderbare Geschäfte mit wunderschönen Sachen. Und meine Frau sagte: „Kannst ja froh sein, dass Sonntag ist!“ Auf einmal hörten wir hinter uns – wir sind gar nicht schnell gegangen -, hörten wir hinter uns, wie eine Frau zu jemandem sagte: „Und jetzt ist hier eine Sparkasse genau vor uns, wo wir jetzt stehen, und in der Sparkasse ist ein Käthe-Kollwitz-Museum, und gleich daneben ist eine große Buchhandlung mit vielen Rolltreppen innen drin, und unten ist ein Café. Da kann man sitzen und lesen! Und dann kommt ein paar Schritte weiter ein Herrenbekleidungsgeschäft, und um die Ecke ist dann noch ein kleiner Platz, da kann man auch sitzen und Kaffee trinken …“ Und allmählich merkten wir, dass die Frau zu einem blinden Mann sprach, dass die Frau dem blinden Mann die Welt erklärte, unsere Welt! Und das hat uns ganz schön berührt! Wahrscheinlich, weil wir auf einmal ganz stark merkten, was wir für ein Glück wir haben mit unseren so genannten offenen Augen! … Ja, und als wir schon lang im Zirkus saßen und unsere Popcorntüten in der Hand hatten, dachten wir immer noch an die Frau, die dem blinden Mann die Welt erklärte! Unsere Welt!

Hanns Dieter Hüsch

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17. Mai

Heute: ökumenischer Gottesdienst, Gässli Magden, 10.00 Uhr
Livestream: hier auf der Seite unter „Links“

(Beitrag von Florian Piller)

Segen

Da, wo Du nicht mehr weiter weist,
sei Gott vor dir, um dir den Weg zu zeigen
Da, wo Du mit ängstlichen Schritten durch’s Leben gehst,
sei Gott neben dir, um dich zu begleiten
Da, wo Du in Gefahr gerätst,
sei Gott hinter dir, um dich zu schützen.
Dann wenn Du im Leben auf die Nase fällst,
sei Gott unter dir, um dich aufzufangen
Immer dann wenn Du kraftlos und traurig bist,
sei Gott in dir, um dich zu trösten.
Ja, der Gott des Lebens sei über Dir,
um dich und all deine lieben zu segnen.

Florian Piller nach einem irischen Segen unbekannten Herkunfts

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16. Mai

(Beitrag von Linda Gaeta)

Ein Stück weiter

Wir sind
Ein Stück weitergegangen
In die Zeit
Die uns verleugnet

Bäume die alten Freunde
Erkennen
Uns
Auch der Wind
Sagt manchmal ja
Zu unserer Richtung

Wir lassen uns nicht einschüchtern
Von strengen Verboten
Und Uhurufen

Ein Orkan wirft uns zu Boden
Eine Sonnenhand
Hebt uns auf

Wir träumen
Ins Herz
Der Zukunft

Rose Ausländer

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15. Mai 2020

(Beitrag von Elvira Hürbin)

Möge dann und wann deine Seele aufleuchten im Festkleid der Freude.
Möge dann und wann deine Last leicht werden und dein Schritt beschwingt, wie im Tanz.
Möge dann und wann ein Lied aufsteigen
vom Grunde deines Herzens,
das Leben zu grüssen, wie die Amsel am Morgen.
Möge dann und wann der Himmel
über deine Schwelle treten.

Antje Sabine Naegeli

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14. Mai 2020

(Gastbeitrag von Claudia Graf-Hächler)

Das Leben ist herrlich

Ein Mann klagt einem erfahrenen Rabbi sein Leid: «Mein Leben ist nicht mehr erträglich. Wir wohnen mit sechs Personen in einem Raum. Ich halte die Enge und den Lärm nicht mehr aus. Was soll ich nur machen?»

Der Rabbi überlegte und riet ihm dann: «Nimm deinen Ziegenbock noch mit in euer Zimmer!» Der Mann erhob verwundert seine Einwände gegen den Vorschlag. Doch der Rabbi beharrte auf seinen Rat: «Tu, was ich dir gesagt habe, und komm nach einer Woche wieder!»

Nach einer Woche kam der Mann zum Rabbi. Er war vollkommen entnervt und total am Ende. «Wir können es nicht mehr aushalten. Der Ziegenbock stinkt fürchterlich. Die Tage sind eine einzige Qual, die Nächte schlimm und schlaflos.»

Der Rabbi sagte nur: «Geh nach Hause und stell den Ziegenbock wieder in den Stall. Dann komm nach einer Woche wieder!»

Die Woche verging. Als der Mann zum Rabbi kam, lachte er übers ganze Gesicht: «Das Leben ist herrlich, Rabbi. Wir geniessen jede Minute. Kein Ziegenbock, kein Gestank. Nur wir sechs im Zimmer. Das Leben ist herrlich!»

Das Leben ist herrlich, sagte der Mann. Die Geschichte fasziniert mich. Es geht mir so ähnlich. Mit immer den gleichen Personen, mit immer dem gleichen Tagesablauf. Eingesperrt, mit immer den gleichen Menschen. Einzig ein Spaziergang oder der Einkauf ermöglicht andere Menschen zu sehen. Doch jetzt wo es scheint, dass wir wieder mehr nach draussen gehen können, andere Menschen sehen, werde ich wohl unser Zusammensein vermissen. Ich werde es vermissen, die immer gleichen Personen zu sehen. Denn noch nie waren wir uns näher als jetzt in dieser anderen Zeit. Das Leben ist herrlich. Das Leben war herrlich.

Ich wünsche mir und uns allen, dass wir gestärkt aus dieser besonderen Zeit gehen.
Ich wünsche mir und uns allen, dass wir wieder Freude an ganz vielen kleinen Dinge entwickeln und das Leben geniessen. Denn nichts, so haben wir jetzt erfahren, ist selbstverständlich.

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13. Mai 2020

(Gastbeitrag Martina Loechle)

Der Mensch hat dreierlei Wege klug zu handeln,
erstens durch Nachdenken, das ist der Edelste,
zweitens durch Nachahmen, das ist der Leichteste
und drittens durch Erfahrung, das ist der Bitterste.
Lernen ohne zu denken ist eitel, denken ohne zu lernen ist gefährlich.

(Konfuzius)

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12. Mai 2020

(Beitrag von Rado Stecki)

Die Welt zu durchschauen, sie zu erklären, sie zu verachten,
mag großer Denker Sache sein.
Mir aber liegt einzig daran, die Welt lieben zu können,
sie nicht zu verachten,
sie und mich nicht zu hassen,
sie und mich und alle Wesen mit Liebe und Bewunderung
und Ehrfurcht betrachten zu können.

Hermann Hesse

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11.Mai 2020

(Beitrag von Linda Gaeta)

Einen Weisen im alten China fragten einmal seine Schüler:

Du stehst nun schon so lange vor diesem Fluss und schaust ins Wasser. Was siehst du den da?
Der Weise gab keine Antwort.
Er wandte den Blick nicht ab dem unablässig strömendem Wasser. Endlich sprach er:
Das Wasser lehrt uns, wie wir leben sollen.
Wohin es fliesst, bringt es Leben und teilt sich aus an alle, die seiner bedürfen. Es ist gütig und freigiebig Die Unebenheiten des Geländes versteht es auszugleichen. Es ist gerecht.
Ohne in seinem Lauf zu zögern
stürzt es sich über Steilwände in die Tiefe Es ist mutig.
Seine Oberfläche ist glatt und ebenmässig aber es kann verborgene Tiefen bilden.
Es ist weise.
Felsen, die ihm im Lauf entgegenstehen, umfliesst es. Es ist verträglich.
Aber seine Kraft ist Tag und Nacht am Werk, das Hindernis zu beseitigen.
Es ist ausdauernd.
Wie viele Windungen es auch auf sich nehmen muss, niemals verliert es seine Richtung zu seinem ewigen Ziel, dem Meer, aus den Augen.
Es ist zielbewusst.
Und sooft es auch verunreinigt wird, bemüht es sich doch unablässig, wieder rein zu werden.
Es hat die Kraft, sich immer wieder zu erneuern.

Das alles, sagt der Weise, ist es,
warum ich auf das Wasser schaue.
Es lehrt mich das rechte Leben.

Weisheitsgeschichte aus China

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10. Mai 2020 - Muttertag

(Beitrag von Florian Piller)

Alle Mütter
und alle Menschen,
die mütterliche Dienste an den Menschen tun:

Gesegnet sei Eure Liebe.
Gesegnet sei Eure Zärtlichkeit.
Gesegnet seien Eure mahnenden Worte,
die so oft wegweisend sind.
Gesegnet seien Eure tröstenden Worte,
die so oft Not wendend und heilsam sind.
Gesegnet sei so manch unbeachteter und ungeachteter Dienst.
Gesegnet sei aber auch Euer Ausruhen.
Gesegnet Euer “Nein“, wenn so manch Gefordertes zu Eurem Schaden wird.
Gott schenke Euch im Hier und im Jetzt heilige Orte und Zeiten,
da wo Du, Du sein kannst, und neu Kraft schöpfst,
da wo Du geliebt bist,
da wo ein Dankeschön aufblüht für alles Liebe, für alle Geduld,
für manchen durchlittenen Schmerz.

Gesegnet seid Ihr Mütter und mütterlichen Menschen und all’ Eure Lieben.

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9. Mai 2020

(Beitrag von Rado Stecki)

Dass ein Mensch ein ruhiges Leben in Gott hat,
das ist gut,
Dass ein Mensch ein mühevolles Leben mit Geduld erträgt,
das ist besser.
Dass man aber Ruhe hat im mühevollen Leben,
das ist das Beste.

(Meister Eckhart)

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08. Mai 2020

(Beitrag von Florian Piller)

Meine Frau sagt auch immer, ich wäre so sensibel
Nein, sie sagt
Ich wäre so sensibel
Also, ich weiß es nicht
Ich bin schon, wie man sagt,
So wetterfühlig
Das schon
Schließlich ist der Mensch
Ja Knochen und Gelenke
Und wenn der Knorpel im Eimer ist
Dann ist aber Lukas der Erste
Das kann ich Ihnen sagen
Ich meine, damit kann man leben
Aber sensibel?

Ja sicher
Ich meine
Ich rette immer so Tiere
So Bienen aus dem Swimmingpool
Mit einem großen Aschenbecher
Oder ich bringe Käfer über die Straße
Oder hole Fliegen aus einem Bierglas
Die trocknen sich dann die Flügel in der Sonne
Also ich setzte sie da hinein
Und dann fliegen sie weg
Gott ja - aber sensibel?

Ich verfolge halt so Geschichten
Wenn unsereiner ein Tier wäre
Und käme dann in so eine Notlage
Sagen wir mal
Man würde von so einem großen Dampfer fallen
Dreißig Kilometer von der Küste
Da wäre unsereiner ja auch froh
Wenn dann jemand käme
Und würde einen an Land ziehen
Is nicht so?
Is nicht so?

Hanns Dieter Hüsch

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07. Mai 2020

(Beitrag von Rado Stecki)

Lass Dich fallen, lerne Schlangen zu beobachten
Pflanze unmögliche Gärten
Lade jemanden Gefährlichen zum Tee ein
Mache kleine Zeichen, die „Ja“ sagen und verteile sie überall in Deinem Haus
Werde ein Freund von Freiheit und Unsicherheit
Weine bei Kinofilmen
Schaukel so hoch du kannst mit einer Schaukel bei Mondlicht
Pflege verschiedene Stimmungen
Verweigere „verantwortlich“ zu sein – tue es aus Liebe
Mache viele Nickerchen
Gib Geld weiter, tue es jetzt, das Geld wird folgen
Glaube an Zauberei
Lache viel
Bade im Mondlicht
Träume wilde, fantasievolle Träume
Zeichne auf die Wände
Lies jeden Tag
Stell Dir vor, Du wärst verzaubert
Kichere mit Kindern
Höre alten Leuten zu
Öffne dich, tauche ein, sei frei
Segne Dich selbst
Lass die Angst fallen
Spiele mit allem, unterhalte das Kind in dir
Du bist unschuldig
Baue eine Burg aus Decken
Werde nass
Umarme Bäume
Schreibe Liebesbriefe

Joseph Beuys

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06. Mai 2020

(Beitrag von Linda Gaeta)

Zehn Minuten

die Seele hochlegen
wie die Beine
die Gedanken baumeln lassen
wie reife Äpfel im Wind
das Kopfkarussell
in blaue Tücher schlagen
ihm Ruhe verordnen
für zehn Minuten
den Händen Stille befehlen
die Sorgen in den Schoß legen
alles Tun auf der langen Bank
warten lassen
dem Atem und dem Herzen nachspüren
eine Weile einfach
verweilen

Carola Vahldiek

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05. Mai 2020

(Beitrag von Linda Gaeta)

Das ist das Glück

Dein Leben
sei ein Spiegel.
Wenn du hineinschaust,
lächelt er zurück,
immer
und wird nie blind.

Dein Leben
sei ein warmer Mantel.
Wenn du ihn umlegst,
suchen noch viele Zuflucht
und sind bei dir geborgen.

Dein Leben
sei eine helle Sonne.
Wenn du dich von ihr erleuchten lässt,
leuchtest du zurück,
immer wieder
und machst deine Finsternis hell.

Dein Leben
sei die Ruhe in Sturmes Mitte.
Wenn du dann einen Halt hast,
ist das »das Glück«.

Uwe Seidel

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04. Mai 2020

(Beitrag von Florian Piller)

Ein Engel - Wise Guys

Ein Engel, der dir deinen Weg weist
Der dich leitet, wenn du ziellos durch das All kreist
Ein Engel der dich an die Hand nimmt
Und wenn du Angst hast ein Liedchen für dich anstimmt
Ein Engel der dir immer nah ist
Der für dich da ist, wenn du in Gefahr bist
Ein Engel als tröstendes Licht
Du sagst: "diesen Engel gibt es nicht"
Ein Engel, der dir richtig zuhört
Der das verjagt, was dich nachts in deiner Ruh' stört
Ein Engel, der dich mal im Arm hält
Und der im Winter deine Heizung auf warm stellt
Ein Engel, der dir einen Brief schreibt
Der mit dir wach bleibt, wenn die Angst dich umtreibt
Und der sich für dich den Kopf zerbricht
Du sagst: "diesen Engel gibt es nicht"
Doch dieser Engel ist da
Um dich zu schützen und zu halten
Dieser Engel ist da
Jeden Tag in verschiedenen Gestalten
Er lässt dich nie im Regen stehen
Er lässt dich nie allein
Doch er ist leicht zu übersehen
Denn er kann überall sein
Ein Engel, der dir wieder Mut macht
Und diesen Job immer wieder richtig gut macht
Ein Engel, der dir einen ausgibt
Und dich bei Sonnenschein energisch aus dem Haus schiebt
Ein Engel, der dir freundlich zuwinkt
Mit dir Kaffee trinkt, dich zu deinem Glück zwingt
Und der manchmal mit dir Klartext spricht
Du sagst: "diesen Engel gibt es nicht"
Doch dieser Engel ist da (...)
Du hast ihn heute schon gesehen
Ich glaub, du kennst ihn längst
Und wenn du nicht mehr so viel denkst
Dann wirst du's irgendwann verstehen
Denn dieser Engel ist da (...)
Dieser Engel ist da (...)

www.youtube.com
Quelle: Musixmatch
Songwriter: Daniel Dickopf

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03. Mai 2020

(Beitrag von Monika Lauper)

Ein Vormittag
Morgens um sieben steht Gott in der Tür und fragt: «Was machen wir heute?» Aber Herr W. winkt ab: «Ich bin so müde, mach nur allein.» Gott sieht ein bisschen enttäuscht aus: «Jetzt habe ich draussen die ganze Welt aufgebaut, komm schon! Schlafen kannst du, wenn du tot bist!» Doch das muss Herr W. widersprechen, was er nicht oft tut. «Aber Schlaf», sagt er, «Schlaf kennst du eben nicht, denn du schläfst und schlummerst nicht. Schlaf ist das zweitschönste Ding direkt nach der Liebe: Es kommt noch vor Zartbitterschokolade essen oder Katzen kraulen; es ist ein wenig besser, als sich in ein Buch zu versenken, und vielleicht sogar besser, als in der Sonne zu liegen. Wobei das gut zusammenpasst – Sonne und Schlaf.» Da knipst Gott die Sonne an und Herr W. rückt die Kissen zurecht und sie dösen vor sich hin und haben einen sehr vergnüglichen Vormittag miteinander.

Susanne Niemeyer

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2. Mai 2020

(Beitrag von Linda Gaeta)

Die Fabel von den Fröschen
Eines Tages entschieden die Frösche, einen Wettlauf zu veranstalten. Um es besonders schwierig zu machen, legten sie als Ziel fest, auf den höchsten Punkt eines großen Turms zu gelangen.
Am Tag des Wettlaufs versammelten sich viele andere Frösche, um zuzusehen.
Dann endlich – der Wettlauf begann.
Nun war es so, dass keiner der zuschauenden Frösche wirklich glaubte, dass auch nur ein einziger der teilnehmenden Frösche tatsächlich das Ziel erreichen könne. Anstatt die Läufer anzufeuern, riefen sie also "Oje, die Armen! Sie werden es nie schaffen!" oder "Das ist einfach unmöglich!" oder "Das schafft Ihr nie!"
Und wirklich schien es, als sollte das Publikum Recht behalten, denn nach und nach gaben immer mehr Frösche auf.
Das Publikum schrie weiter: "Oje, die Armen! Sie werden es nie schaffen!"
Und wirklich gaben bald alle Frösche auf – alle, bis auf einen einzigen, der unverdrossen an dem steilen Turm hinaufkletterte – und als einziger das Ziel erreichte.
Die Zuschauerfrösche waren vollkommen verdattert und alle wollten von ihm wissen, wie das möglich war.
Einer der anderen Teilnehmerfrösche näherte sich ihm, um zu fragen, wie er es geschafft hatte, den Wettlauf zu gewinnen.
Und da merkten sie erst, dass dieser Frosch taub war!

Verfasser/Autor: Unbekannt - gefunden auf www. zeitzuleben .de

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1. Mai 2020

(Beitrag zum 1. Mai - Tag der Arbeit)

Zeit ist Geld, sagen die Leute,
und dahinter steckt die Frage, ob sich auch alles rechnet.
Eine gute Kalkulation ist schon der halbe Gewinn.

Aber es gilt auch:
Als Gott die Welt erschuf, hat er von Eile nichts gesagt.
Eine andere Weise, über Zeit nachzudenken.
Hektik und Tempo sind nicht immer gute Ratgeber.

Nur ja nichts verpassen!, höre ich dagegen gesetzt.
Immer das Handy am Ohr,
keine Minute unerreichbar sein,
rund um die Uhr am Ball,
auf die Sekunde Liebe oder Zorn,
immer potent,
stets einsatzbereit.

Das ist der pure Unsinn.
So perfekt läuft das Leben nicht ab.
Viel wichtiger ist die Gewissheit:
Meine Zeit steht in Gottes Händen.
Das gibt mir Ruhe.
Und Gelassenheit.
Das macht Sinn.

Gottfried Hänisch

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30. April 2020

(Beitrag von Linda Gaeta)

Es leuchte, dein Leben!

Verabschiede dich alltäglich
von der einseitigen Vorstellung
das Leben im Griff zu haben
es ist ewig im Fluss

Betrachte deine Seele
als kraftvollen Fluss
der dir einen Spielraum
im Leben eröffnet
der deine Lebensfarben
zum Leuchten bringt

Pierre Stutz

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29. April 2020

(Beitrag von Florian Piller)

Gsehsch dert d Stärne
Peter Räber

Lueg emal dert ufe, gsehsch dert d Stärne
Gsehsch dr Mond, wo silberig ufgeit
U du machsch gopfridstutz e so ne Lärme
Wülls nid geng so wi s du gärn hättisch geit
Lueg emal dert ufe, gsehsch dert d Sunne
Wo sit Jahrmillione jede Tag am Himmel steit
U du arme Tropf meinsch, wüll dir öppis syg misslunge
Dass d Wält wäge däm amänt no undergeit

Ja du und ig, my Fründ, sy mer nid z erbarme
Hei grossi Plän u wette weis nid was
Mir zwe Löle gryffe nach de Stärne
Derby hätte mer s hie unger doch ganz baas
Lueg emal dert ufe, gsehsch di Wulke schwümme
Ja, die entspricht scho ender üsem Naturell
Es Bitzeli Wind u scho git s se nümm meh
Aber d Stärne lüchte nach wi vor no hell

Ja, mir zwe, mir sy Gescht im e Theater
U für kene git s es Duurabonnomänt
Da nützt is o kes Heepe u Pralaage
We dr Vorhang gheit, isch ds Stück für alli z Änd
Bis zfride, wenn im Strudel chly chasch stüüre
U we chasch fröhlech sy, bis o fröhlech I dr Not
U wenn d Dimensione schynsch z verlüüre
De lueg mal ufe u si chöme wider I ds Lot

www.youtube.com

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28. April 2020

(Beitrag von Florian Piller)

Am Morgen dieses neuen Tages
danken wir Dir für diesen Moment der Stille,
für alles, was Bedeutung und Sinn
in unser Leben bringt,
für jedes Zeichen der Hoffnung,
jede Spur des Segens, die wir entdecken,
und für jede Gabe aus Deiner Treue.
Was uns belastet, wollen wir loslassen
und unseren Herzen erlauben,
mit Deinem Wort,
mit den Liedern und der Stille aufzuleuchten. Licht des Himmels, gehe auf in unserer Zeit! Gieße Deine Weisheit aus.
Deine Strahlen mögen uns berühren
und unserem Tag Glanz verleihen.

Christina Brudereck

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27. April 2020

(Beitrag von Monika Lauper)

Gehen lassen

«Und jetzt kommt das Wichtigste!», sagte meine Grossmutter beim Backen früher oder später. Meistens kamen diese Worte, wenn sie aus der Schublade ein sauberes Geschirrtuch holte, es ein wenig anfeuchtete und dann über die grosse Schüssel mit dem Hefeteig legte. «Und jetzt kommt das Wichtigste!» Und obwohl wir als Kinder längst wussten, was es war, schauten wir sie immer fragend an und sie sagte: «Nix! Gehen lassen!» und wuchtete die Schüssel zur Seite. Ich kann mich noch genau erinnern, dass dieser Moment mich faszinierte: Wie konnte «Nix! Gehen lassen!» das Wichtigste sein, wo der Teig bis jetzt so viel Arbeit gemacht hatte.

Oliver Spies

Anmerkung der Redaktion: Mürbe-Teig muss man ruhen lassen.

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26. April 2020

(Beitrag von Florian Piller)

UND WENN ICH AUCH NICHTS MEHR SÄHE

Von dieser albernen Welt
Und ich wollte die Wälder und Meere Suchen
Die niederländischen und die Mediterranen
Und ich fände sie nicht
Und fände nicht Tier noch Freund
Nicht Frau noch Kind
Und hätte auch keinen Gedanken
Mich aus dem Dickicht der Leere Herauszuführen
Und da wäre kein Weg und kein Zeichen
Gottes Auge sieht meine Schwäche
Sieht meine Müdigkeit
Und lenkt mich mit Sanftmut
Nach Haus.
Und wenn ich nicht wüsste
Wohin meinen Kopf zur Ruhe betten In dieser törichten Zeit
Und kein Abend mein unruhiges Herz
Aufnähme in die wohltuenden Arme Der Dämmerung
So wird mein Gemüt doch gerettet Durch die Barmherzigkeit Gottes
Und meine Seele bleibt unverwundet Durch seine Güte
Und meine Heiterkeit darf ich allzeit Ausüben
Durch seinen Geist
Der so unendlich ist
Dass er kein Ende berührt
Auch wenn er im Kreise ginge.

Hanns Dieter Hüsch

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25. April 2020

(Beitrag von Rado Stecki)

Wenn es dein Wunsch ist, dass ich verstumme
Und meine Stimme schweigt,
Werde ich verstummen und schweigen bis
Ich erlöst bin, wenn es dein Wille ist.

Wenn es dein Wunsch ist, dass eine Stimme wahr spricht,
Singe ich zu dir von diesen Hügeln.
Von diesen Hügeln
erklinge aller Lobpreis
Wenn du wünschst, dass ich singe.

Wenn es dein Wunsch ist,
so lasse die Wasser fließen, die Berge erklingen.
Deine Gnade überwalle
All die tosenden Herzen in der Hölle
Wenn es dein Wunsch ist, uns zu erlösen.

Nimm uns auf und halte uns dicht
Deine Kinder all, im Tuch aus Licht.
Wir im Engelsgewand in der strahlenden Tracht
Ist es dein Wunsch, beende die Nacht.
Wenn du es wünscht.

-Leonard Cohen-

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SPEZIALBLOG*

24. April 2020

Blog zur Erstkommunion 2020

An diesem Sonntag währen 45 Kinder zum ersten Mal zur Tischgemeinschaft mit Jesus eingeladen gewesen. Die jetzigen Umstände lassen es leider nicht zu, Erstkommunion zu feiern. Sie wurde auf den 15. November verschoben.

Trotzdem bleibt dieser Tag, auf den sich die Kinder mit den Katechetinnen vorbereitet haben, in den Gedanken präsent. Die (Erst)kommunion wird in einer Glaubensgemeinschaft vollzogen. Wir möchten Sie deshalb einladen, am kommenden Sonntag, 26. April, an unsere Erstkommunionkinder zu denken und für sie zu beten.

Damit es konkret wird, laden wir Sie ein, sich in den Kirchen von Rheinfelden und Magden einen Zettel mit dem Namen eines Kindes abzuholen, an das sie am Sonntag bewusst denken und es in Ihr Gebet einschliessen.

Die Couverts mit den Namen finden Sie von Freitag bis Sonntag im Chorraum der beiden Kirchen.

Wir danken für Ihr Mittragen und Mitbeten.

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23. April 2020

(Beitrag von Linda Gaeta)

Für jeden Morgen so viel Licht
Für jeden Morgen so viel Licht
wie nötig ist
für den Schritt aus dem Dunkel -

Für jeden Augenblick so viel Liebe
wie nötig ist
um glücklich zu sein
und zu machen -

Für jeden Tag so viel Kraft
wie nötig ist
für das, was er fordert -

Für jeden Abend so viel Stille
wie nötig
um in Gelassenheit
die Nacht zu erwarten
und das Erwachen danach -

Das schenke dir Gott!

Wilma Klevinghaus

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22. April 2020

(Beitrag von Florian Piller)

Wir alle

Wir alle sind in Gottes Hand,
ein jeder Mensch in jedem Land.
Wir kommen und wir gehen,
wir singen und wir grüßen,
wir weinen und wir lachen,
wir beten und wir büßen,
Gott will uns fröhlich machen.

Wir alle haben unsre Zeit,
Gott hält die Sanduhr stets bereit.
Wir blühen und verwelken
vom Kopf bis zu den Füßen,
wir packen unsre Sachen,
wir beten und wir büßen.
Gott will uns leichter machen.

Wir alle haben unser Los
und sind getrost auf Gottes Floß
die Welt entlang gefahren,
auf Meeren und auf Flüssen,
die Starken mit den Schwachen,
zu beten und zu büßen.
Gott will uns schöner machen.

Wir alle bleiben Gottes Kind,
auch wenn wir schon erwachsen sind.
Wir werden immer kleiner,
bis wir am Ende wissen,
vom Mund bis zu den Zehen,
wenn wir gen Himmel müssen,
Gott will uns heiter sehen.

Hanns-Dieter Hüsch

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21. April 2020

(Gastbeitrag von Erika Bussinger)

Hilde Domin: Hoffnung

Hoffnung für uns
täglich säen wir Samen aus
für Bäume des Himmels
darin unsere Träume nisten.

Die Vögel fliegen auf
aus ihren Zweigen
sieh doch — die Luft trägt!

Täglich säen wir neue Samen
für einen ganzen Wald
Hoffnung.

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20. April 2020

(Beitrag von Florian Piller)

Vielleicht öffnet uns “die Zeit” ....für das Leben.

Offen

OFFEN für Neues,
OFFEN für Altes
OFFEN für Furcht, die vergeht!
OFFEN für Worte,
OFFEN für Schweigen,
OFFEN für Mut, der besteht!

OFFEN für zu lernen
Und zu vergessen,
OFFEN für Schlösser aus Luft!
OFFEN für Liebe,
OFFEN für Freiheit
OFFEN für Ritter und Schuft...

OFFEN für Starke,
OFFEN für Schwache,
OFFEN zu fühlen, was zählt!
OFFEN für alle,
Die sich verschließen,
OFFEN für das, was beseelt!

OFFEN für Wandel,
OFFEN für Wunder,
OFFEN für Schritte ins Nichts!
OFFEN für Pläne,
OFFEN für Tränen
Eines enttäuschten Gesichts...

OFFEN für Leichtsinn,
OFFEN für Umsicht,
OFFEN für Trauer und Glück!
OFFEN für Taumel,
Verlangen und Fieber.
OFFEN für Nie-Mehr-Zurück!

OFFEN für Fremde,
OFFEN für Freunde,
OFFEN für euch - und für mich!
OFFEN für Zweifel
Und für die Gewißheit,
OFFEN -- endlich auch OFFEN für dich!!

Endlich OFFEN für dich!!

(Udo Jürgens)

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19. April 2020

(Beitrag von Linda Gaeta)

Das erste und letzte Wort

Wenn alles ausgeredet ausgerechnet
Kalkuliert und spekuliert
Wenn alles tausendfach erklärt
Bewiesen
Aufgesagt und abgeschrieben
Widerrufen
Neu behauptet
Festgestellt und festgelegt und
Festgesetzt
Und dementiert und falsch betont
Hinausposaunt
Manipuliert und programmiert und wahrgesagt
Hundertprozentig prophezeit
Dokumentiert und illustriert
Korrigiert
Und vorgeworfen nachgeworfen
Zugerufen
Fest versprochen
Ehrenwort und Wortgefecht
Nachgeredet überredet
Eingetrichtert inhaliert und suggeriert
Wenn dann wirklich alles
Ausgeredet hat
Und sprachlos ist

Dann möge Gott der Herr
Uns immer wieder sagen
Uns immer wieder zeigen
Dass nur sein Wort
Das erste und letzte Wort
Dass unser Tun und Hören
Seinem Wort ent-sprechen möge
Denn seine Sprache ist unser täglich Brot
Und unser nächtliches Vertrauen
Sein Wort ist Geist
Der uns alle friedlich macht
Lebendig macht
Und auch unsterblich macht.

Hans Dieter Hüsch,

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18. April 2020

(Gastbeitrag von Cécile Mansuy)

Musik erhebt die Seele:

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17. April 2020

(Beitrag von Linda Gaeta)

Ein kleines Wunder

Vielleicht begegnet dir
gerade heute
eine unverhoffte Freude,
ein erfrischendes Lachen,
ein beflügelndes Wort.
Vielleicht entdeckst du
gerade heute
die Kostbarkeit eines Augenblicks
und machst ihn dadurch zu einem
Glücksmoment nur für dich.
Vielleicht erlebst du
gerade heute
ein kleines Wunder,
das dein Leben
strahlend und besonders werden lässt.

Marion Schmickler-Weber


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16. April 2020

(Gastbeitrag von Martina Loechle)

Das beste Gebet

Eines Abends spät merkte ein armer Bauer auf dem Heimweg vom Markt, dass er sein Gebetbuch nicht bei sich hatte. Da ging mitten im Wald ein Rad seines Karrens entzwei, und es betrübte ihn, dass dieser Tag vergehen sollte, ohne dass er seine Gebete verrichtet hatte.
Also betete er: Ich habe etwas sehr Dummes getan Herr. Ich bin heute früh ohne mein Gebetbuch von zu Hause fortgegangen, und mein Gedächtnis ist so schlecht, dass ich kein einziges Gebet auswendig sprechen kann. Deshalb werde ich dies tun: Ich werde fünf-mal langsam das ABC aufsagen, und du, der du alle Gebete kennst, kannst die Buchstaben zusammensetzen und daraus die Gebete machen, an die ich mich nicht erinnern kann.
Und der Herr sagte zu seinen Engeln: Von allen Gebeten, die ich heute gehört habe, ist dieses ohne Zweifel das Beste, weil es aus einfachem und ehrlichem Herzen kam.

(Quelle unbekannt)

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15. April 2020

(Beitrag von Linda Gaeta)

Zuversicht

Ich wünsche dir,
dass du beweinen kannst,
was du entbehrt
und verloren hast,
ohne in der Trauer Wurzeln zu schlagen.

Ich wünsche dir,
dass Zuversicht einziehe,
wo Angst und Ohnmacht hausen,
dass du aufstehst,
dein Leben zu wagen.

Antje Sabine Naegeli

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14. April 2020

(Beitrag von Florian Piller)

Nie so stark wie die jetzige Zeit gibt Raum für Veränderungen: Ich bin dafür.

Ich bin dafür

Udo Jürgens

Wenn du dran glaubst, die Welt kann ein Zuhaus sein,
Für Schwarz und weis, für Mann und Kind und Frau.
Und wenn du meinst, wir sollten für sie kämpfen,
Für jede Blume, jeden Tropfen Tau.
Und wenn du meinst, wir sollten Brücken schlagen,
Aus Sympathien zwischen dir und mir.
Und was wir denken, sollten wir auch sagen!
Dann zähl' auf mich,
Ich bin dafür.
Ich bin dafür, dass wir die Kinder lieben
Und ihnen zeigen, wie man Liebe schenkt
Statt in der Schule ihnen schon zu sagen
Pass' auf, dein Nachbar ist ein Konkurrent.
Ich bin dafür, dass statt der Automaten
Erst mal die Menschen Arbeit finden hier.
Und dass man Brot erzeugt, statt Handgranaten.
Ich bin dafür.
Ich bin dafür
Ich bin dafür, dass Widerspruch erlaubt ist,
Ich halte ihn sogar für eine Pflicht.
Und dass die Jungen eig'ne Wege gehen,
Ob das den Alten recht ist oder nicht.
Und wenn wir dann die Zukunft noch so planen,
Dass jeder Baum und Bach und jedes Tier,
Uns mehr am Herzen liegt als Autobahnen,
Bin ich dafür.
Ich bin dafür.
Und sagt mir einer, ich sei ein Träumer,
Ein Spinner, das mag sein.
Jedoch ich träume mit dir und ander'n,
Ich träume und ich spinne nicht allei.n
Ich bin dafür, dass nicht einmal ein Kind mehr
Auch nur im Spiel mit Plastikpanzern schießt.
Und das wir alle Waffen dort versenken,
Da wo das Meer am tiefsten ist.
Ich bin dafür, dass wir als Menschen leben
Und nicht als stummes, braves Herdentier,
Dass wir nicht kriechen, dass wir uns erheben.
Ich bin dafür.
Ich bin dafür.
Ich bin dafür, dafür zu sein für alles,
Was nicht Gewalt ist, Bosheit oder Gier.
Und wenn es Lehrgeld kostet, ich bezahl' es.
Ich bin dafür.
Ich bin dafür.

www.youtube.com

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13. April 2020

(Beitrag von Florian Piller)

Emmausgang

Traurig
Unverstanden
Enttäuscht
Im Grauen des Morgens
Auf den Weg gemacht
Ins Gespräch kommen
Mit mir - mit Dir
Mit einem Fremden
Ein-sam
Zwei-sam
Drei-einig
Nach-denken
Be-sinn-en
Grenzen überwunden
Neues entdecken
Zeit vergessen
Ein-Sichten
An- und Für-Sichten
Am Ende
Des Tages
Am Ende
Des Weges
Ankommen
Ein Zuhause finden
Einladen
Zu Tisch
Brot und Wein
Offene Augen
Brennende Herzen
ER ist es
ER lebt!

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12. April 2020

(Beitrag von Linda Gaeta)

Für jeden Morgen so viel Licht
Für jeden Morgen so viel Licht
wie nötig ist
für den Schritt aus dem Dunkel -

Für jeden Augenblick so viel Liebe
wie nötig ist
um glücklich zu sein
und zu machen -

Für jeden Tag so viel Kraft
wie nötig ist
für das, was er fordert -

Für jeden Abend so viel Stille
wie nötig
um in Gelassenheit
die Nacht zu erwarten
und das Erwachen danach -

Das schenke dir Gott!

Wilma Klevinghaus

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(Gastbeitrag von Rosina Wüest)

Auferstehen

Oben strahlt ein Sternenmeer,
lässt die Nacht nie dunkel sein,
solcher Lichter grosses Heer
strahlet auf die Erde ein.

Tausendfach krönt Menschenleben
nur ein Licht, so hell und klar,
ruft zurück und lässt erstreben
ihm zu huldigen wunderbar.

Neuer Anfang durch das Siegen
setzt dem Ende seinen Schluss.
Alles Leid und Elend liegen
unter seinem grossen Muss.

Christus, unvergänglich golden Glanz,
Himmel, Erde bindest du,
bleibst in ihnen voll und ganz.
Staunend strömt dir Ehrfurcht zu.

Kaum fasslich dein tief göttlich Sein,
gewaltig deine Macht in Todeswunden.
Dringst Heilig Geist ins Herz du ein,
werden fühlbar Freudenstunden.

Herr, erhalt' uns deine Kraft,
die durch deine huldvoll' Gnad'
bereit sein lässt und schafft
ein dankbar Volk auf deinem Pfad.

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11. April 2020

(Beitrag von Monika Lauper)

Karsamstag – Tag der Leere

Um die Leere aushalten zu können, braucht es Stärke. Aber wie sieht eine solche Stärke aus?
Die Stärke: Man erkennt mich nicht so leicht. Ich bin selten da, wo man mich sucht. Das, was sich stark nennt, ist oft nur zu schwach, um sich zu seiner Schwäche zu bekennen. Ich bin da, wo man mich schnell übersieht. Zum Beispiel in dem hauchdünnen Faden aus Spinnseide. Viermal so stark wie Stahl. Und dennoch um das Dreifache dehnbar. Ich trage nicht auf. Und ich bin flexibel. Ich kann mich auf alles einstellen und zerreisse dabei nicht. Ich scheu mich nicht vor Unorten. Ich kenne Krippe, Kreuz und Krankenzimmer. Mächtig bin ich in den Schwachen.

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10. April 2020

(Beitrag von Florian Piller)

Karfreitag: Ecce homo – sehet den Menschen!

Seht den Menschen, der seine Arme öffnet
und sich anderen Menschen liebevoll zuwendet.
Seht den Menschen, der seine Arme öffnet,
um andere zu umarmen.
Seht den Menschen, der seine Arme öffnet
und die Not der anderen spürt.
Seht den Menschen, der seine Arme öffnet
und dadurch andere aus ihrer Einsamkeit und Isolation herausholt.
Seht den Menschen, der seine Arme öffnet
und durch die Hingabe an andere Menschen Glück erfährt.
Seht den Menschen, der seine Arme öffnet,
um die Liebe Gottes und die Liebe der Menschen anzunehmen.
Seht den Menschen, der trotz seiner Fehler und Schwächen vollkommen wird,
wenn er seine Arme öffnet und im „Kreuz" Leben und Heil erfährt.
Seht den Menschen Jesus, der durch seine offenen Arme
das Leid und den Tod aller Menschen besiegt hat.

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9. April 2020

(Beitrag von Florian Piller)

Gott, Heilkraft und Wegbegleiter

Lass mich erkennen, dass Grübeln nicht weiterhilft, weder über die Vergangenheit noch über die Zukunft.
Hilf mir, das Nächste so gut wie möglich zu tun und die jetzige Stunde als die wichtigste zu erkennen.

Bewahre mich vor der Erwartung,
es müsste im Leben alles glatt gehen.
Schenke mir die Erkenntnis,
dass Schwierigkeiten, Niederlagen, Misserfolge und so genannte Rückschläge eine hilfreiche Zugabe zum Leben sind, durch die wir wachsen und reifen.

Schicke mir im rechten Augenblick jemanden, der den Mut hat, mir die Wahrheit in Liebe zu sagen und lass mich deine Wahrheit aus meinem Innersten hören.

Ich weiß, dass sich viele Probleme
auch dadurch lösen können, dass ich nichts tue.
Zeige mir, wo ich warten soll
und gib mir die Geduld und das Vertrauen dazu.

Du weißt, wie sehr wir der Freundschaft bedürfen.
Gib, dass ich diesem schönsten, schwierigsten, riskantesten und zartesten Geschäft des Lebens gewachsen bin.

Verleihe mir die nötige Wachsamkeit,
im rechten Augenblick ein Päckchen Güte – mit oder ohne Worte – an der richtigen Stelle abzugeben.

Mach aus mir einen Menschen, der einem Schiff mit Tiefgang gleicht, um auch die zu erreichen, die “unten” sind.
Bewahre mich vor der Angst,
ich könnte das Leben versäumen.

Gib mir nicht, was ich mir wünsche,
sondern was ich brauche.
Lehre mich die Kunst der kleinen Schritte.

Lass mich jeden Tag Dich in mir spüren.
So können auch die anderen Dich durch mich erfahren und fühlen, dass Du in uns allen bist, bei jedem kleinen Schritt.

(nach Antoine de Saint-Exupéry)

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8. April 2020

(Gastbeitrag von Claudia Graf)

Palmsonntag...anders als sonst

Meine Palme steht im Garten, sie sieht anders aus als sonst. Aus dem Wald geholt ein Paar Zweige, zusammengebunden um einen Palmenbaum-Stab. Doch nicht weniger wichtig ist meine Palme, gerade jetzt, umso wichtiger. Sie ist anders als sonst, Ja. Gesegnet mit lieben und guten Worten aus dem Segensspruch. Mit liebe ausgeführt, und voller Dankbarkeit, diese Arbeit doch tun zu dürfen. Anders als sonst.

Meine Palme soll Zeichen dafür sein, für alle die bei uns vorbeiziehen, zu Fuss, mit dem Rad oder Bike, den Rollschuhen, wie auch immer, jeder/jede soll gesegnet sein in diesen für uns andere Tage. Meine Palme ist nicht so schön, statt schöne Frühlingsbänder zieren meine Palme Weihnachtsbänder, aber vielleicht oder gerade deswegen, richtig?

Jesus wird geboren, sein Lebensweg ist mit Freude, Liebe, Freundschaft, Sehnsucht, Hoffnung, Zuversicht, Zweifel, Verzweiflung, Angst, Schmerz und schlussendlich mit dem Tod verbunden. Weihnachten, Karfreitag und Ostern, stehen somit für mich im Zusammenhang. Das eine gibt es nicht ohne das andere. Am Ende steht für mich meine Palme für einen Neuanfang, für eine neue Geburt im Glauben, in der Sehnsucht, in der Liebe und Vertrauen in Gott und Jesus Christus. Seine Liebe geht durch alle Wege von Anfang an bis zum Ende und wieder zum Anfang. Palmsonntag, Weihnachten, und Ostern. Heute und Morgen anders. Anders als sonst.

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7. April 2020

(Gastbeitrag von Katharina Zenhäusern)

Als ich heute den Blumenkranz gebunden habe, dachte ich an diese schöne Zeilen aus dem Hohen Lied:
„Steh auf, meine Freundin, meine Schöne, komm her!
Denn siehe, der Winter ist vergangen, der Regen ist dahin.
Die Blumen sind herfürkommen, der Lenz ist herbeikommen
und die Turteltaub lässet sich hören in unserem Lande.“ (Hohelied 2, 10-12)

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6. April 2020

(Gastbeitrag von Martina Loechle)

Der Mensch - wie ein guter Baum

Ein Baum ist schön und wie ein Zeichen.
Wir Menschen können Bäumen gleichen.
Die Wurzeln greifen tief nach innen,
um Halt im Erdreich zu gewinnen.
Sie trotzen jedem Wind und Wetter
und tragen Stamm,Geäst und Blätter.
Wenn wir miteinander verbunden leben
dann können wir uns Halt und Stärke geben.
Ein Baum am Wasser kann gedeihen,
hat frisches, grünes Laub zum Freuen.
Er blüht und öffnet sich dem Lichte
und bringt zu seiner Zeit viel Früchte.
Wenn wir mit Jesus verbunden leben,
wenn wir ihm folgen nach,
wird er uns Frucht und Freude geben.
Ein Baum ist wie ein Zeichen.
Wir Menschen können Bäumen gleichen.
(Verfasser unbekannt)

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5. April 2020

(Gastbeitrag von Erika Bussinger)

Psalm 27 nach Adrian Wiili

Du hast gesagt: Ihr werdet Ruhe finden für eure Seelen.
Danach verlangt mich jetzt am meisten.
Du hast gesagt: Euer Vater im Himmel weiss, was ihr braucht.
Danach verlangt mich jetzt am meisten.
Du hast gesagt: Suchet, und ihr werdet finden.
Danach verlangt mich am meisten.
Du hast gesagt: Zur rechten Zeit wird Gott euch das rechte Wort geben.
Danach verlangt mich jetzt am meisten.
Du hast gesagt: Ich bin bei euch bis zum Ende der Welt.
Danach verlangt mich am meisten.
Nur eines erbitte ich vom Herrn, danach verlangt mich:
Im Hause des Herrn zu wohnen alle Tage meines Lebens.

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4. April 2020

(Beitrag von Linda Gaeta)

Einladung zum Leben

Wenn Gott
sein Zelt
unter den Menschen
aufschlägt

dann kann man
fast sicher sein
dass er kein
Haus wollte

dann kann man
fast sicher sein
dass der Weg
durch Wüsten geht

dann kann man
fast sicher sein
dass das Leben
zum Abenteuer wird

dann kann man
fast sicher sein
dass Leben in Fülle
gemeint ist

Er wartet
auf Antwort

Andrea Schwarz

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3. April 2020

(Beitrag von Florian Piller)

VERTRAUEN
Ich geh' in mein Vertrauen,
den wunderbaren Raum,
den Deine liebenden Hände mir öffnen.

Im Vertrauen brauche ich keine Gedanken -
Vertrauen ist das Öffnen für Gnade -
Vertrauen ist das Glauben an Güte -
Vertrauen schenkt mir nicht fassbare Gewissheiten.

Ich geh' in mein Vertrauen,
und lebe in ihm.
Im Vertrauen weiß ich um mein Geführtsein
und spüre die immerwährende Gegenwart Gottes.

Ich geh' in mein Vertrauen -
Ich bin im Vertrauen -
Ich bleibe in unserem Vertrauen!

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2. April 2020

(Gastbeitrag von Martina Loechle, Magden)

Psalm 121

Ich hebe meine Augen auf zu den Bergen.

Woher kommt mir Hilfe?

Meine Hilfe kommt vom Herrn,
der Himmel und Erde gemacht hat.

Er wird deinen Fuß nicht gleiten lassen,
und der dich behütet, schläft nicht.

Siehe, der Hüter Israels schläft
und schlummert nicht.

Der Herr behütet dich;
der Herr ist dein Schatten
über deiner rechten Hand,
dass dich des Tages die Sonne nicht steche
noch der Mond des Nachts.

Der Herr behüte dich vor allem Übel,
er behüte deine Seele.

Der Herr behütet deinen Ausgang und Eingang
von nun an bis in Ewigkeit!

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31. März 2020

(Gastbeitrag von Erika Bussinger, Rheinfelden)

Hoffnung

Hoffnung für uns
täglich säen wir Samen aus
für Bäume des Himmels
darin unsere Träume nisten

die Vögel fliegen auf
aus ihren Zweigen
sieh doch— die Luft trägt!

Täglich säen wir neue Samen
für einen ganzen Wald
Hoffnung

Hilde Domin

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30. März 2020

(Beitrag von Linda Gaeta)

Der Einfachheit des Lebens
Ehre erweisen
dem Kleinen
Unscheinbaren
Alltäglichen
Aufmerksamkeit schenken

In Beziehung treten mit dem Leben
Berührungsängste überwinden
auf den Zwischenraum achten
damit echte Begegnung möglich ist.

In sich selber
das Kleine in die Mitte stellen
es kraftvoll in den Armen hochhalten
das Spielerische im Leben neu entdecken
in die Schwingung des Lebens mich einlassen
im Dasein
im Zuhören
im Mitsein

Das Wahre in jedem Menschen entdecken
einmalig
geheimnisvoll
verletzlich
verwandlungsfähig.

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28. März 2020

(Beitrag von Monika Lauper)

Corona-Litanei

Abgesagt
Haydn, Mozart und Schubert
dirigiert von Marek Janowski
Nicht abgesagt
das Cello im 3. Stock
das Lied der Amsel

Abgesagt
die Lesung des Literaten
Nicht abgesagt
das Lesen
des abendlichen Gedichts

Abgesagt
die Tagung zum 40. Jahrestag
der Ermordung von Bischof Oscar Romero
Nicht abgesagt
die Erinnerung
der Widerstand

Abgesagt
der Traum von den Malediven
Nicht abgesagt
das Träumen von
der neuen Erde
dem neuen Himmel

Abgesagt
der Gottesdienst
Nicht abgesagt
das Flüstern
mit Gott

Abgesagt
der Blumenstrauss
auf dem Küchentisch
Nicht abgesagt
das Blühen und Bersten
das Keimen und Knospen

Abgesagt
die Hochzeit
Nicht abgesagt
die Liebe

Abgesagt
die Abdankung
Nicht abgesagt
die Auferstehung

Autorin Jacueline Keune ist freischaffende Theologin,

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29. März 2020

(Gastbeitrag von Brigitte Denk)

Neulich habe ich diesen kurzen Text in der Zeitung entdeckt:

Immer die gegenwärtige Stunde ist Gottes Stunde.
Das ist das Stück Ewigkeit und das Stück Chaos,
das um Gestaltung ringt - in dir - durch dich.

Gottfried Keller

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29. März 2020

(Gastbeitrag von Dr. Max Hänggi)

Ein erster Gedanke gilt dem Thema Quarantäne

Das topaktuelle Wort kommt vom französischen ‘quarantaine’ und dieses von quarant=40. Quarantäne bedeutet einen Zeitraum um 40 Tage. Die Zahl 40 taucht in der Bibel mehrfach auf: die Sintflut dauerte angeblich 40 Tage bevor neues Leben ausserhalb der Arche wieder möglich wurde; Moses verbrachte 40 Tage auf dem Berg Sinai im Gespräch mit Gott, bevor er dem Volk das göttliche Gesetz brachte; das Volk Israel brauchte 40 Jahre von Aegypten bis Palästina damit alle starben, die in der Sklaverei geboren waren; Jesus verbrachte 40 Tage in der Wüste vor seinem öffentlichen Auftreten. Offenbar bedeuten diese 40 Tage/Jahre eine Zeit spiritueller Einkehr und Reinigung als Vorbereitung für etwas grundsätzlich Neues. In diesem Sinn ist die aktuelle Quarantäne nicht nur eine lästige Einschränkung sondern kann auch eine Chance für eine gründliche Standortbe-stimmung mit Rückblick und Ausblick sein.

Der zweite Gedanke ist ein Gebet
Mir hilft das dem hl. Thomas Morus zugeschriebene Gebet: «Gott gib mir die Kraft, das zu ändern, was ich ändern kann und die Bescheidenheit, das zu akzeptieren, was ich nicht ändern kann sowie die Weisheit, beides voneinander unterscheiden zu können.»

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27. März 2020

(Beitrag von Linda Gaeta)

Frühlingserwachen

Noch sitzen mir Frost, Kälte und
dunkle Tage in den Knochen.
Doch was entdecke ich?
Frühling durchbricht das brachliegende Land!
Tief durchatmen.
Die Seele mit Hoffnung füllen.
In Erwartung bleiben.
Sonne erweckt die Erde -
neues Leben bricht hervor.
Auch in mir.

Katja Mahnke

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26. März 2020

(Gastbeitrag von Martina Loechle, Magden)

In dieser schweren Zeit ,wo viele zu Hause alleine sind, möchte ich auf die christlichen Sender Radio Maria und Horeb hinweisen. Sie sind auch über App und Internet erreichbar. Die Sender bringt wunderbare religiöse und spirituelle Beiträge .

So kann man durch die Beiträge mit Gebeten und Gottesdiensten (auch aus dem Vatikan) life an Radio oder sogar Fernsehen teilnehmen. Das Programm ist vielfältig und bietet viele gute Beiträge für jeglicher Lebenssituation an. Mir haben die Sendungen schon viel Mut und Kraft gegeben. Hören Sie einfach mal rein!

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26. März 2020

(Gastbeitrag von Claudia Graf-Hächler, Maisprach)

Drinnen - Draussen

Draussen sein, in der Natur, die wärmende Sonne im Gesicht spüren, das Singen und Zwitschert der Vögel wahrnehmen, das Spiel zwischen Schatten und Licht, von sich selber, von den Bäumen, einer Wolke, eines Vogels, leichtes berühren der Natur in meiner Seele.

Drinnen sein, nicht eingesperrt, nicht alleine, ich lasse die Natur zu mir herein. Das Fenster öffnen, ich spüre die Luft, die Wärme der Sonne, ich höre das Singen und Zwitschern der Vögel, ich sehe Schatten und Licht, von Vögeln, einer Wolke, ich sehe die Natur, wie sie lebt und atmet.

Drinnen oder Draussen, ich öffne mich der Natur, ich lasse sie in mein Herz, in meine Seele, in mein Sein. Ich spüre, ich atme, ich lebe. Allein, und doch nicht allein. Ich bin getragen, werde geführt, im Vertrauen auf die Liebe Gottes, der Schöpfer von allem. Ich bin nicht allein.

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25. März 2020

Der Jesuit und Zen-Meister Niklaus Brantschen zu Corona,

Niklaus Brantschen ist es gewohnt, Grenzen zu überschreiten. Als Jesuit, als Katholik studierte er schon in den 70er Jahren in Japan Zen, seit 1999 ist er Zen-Meister, ein Mann des Geistes. Er sagt, heute religiös zu sein, bedeute interreligiös zu sein, und zwar multilateral. Jetzt sind wir wegen der Corona-Pandemie in unserer Bewegungsfreiheit eingeschränkt, der Raum im Aussen wird enger. Uns werden plötzlich Grenzen gesetzt.
Wie geht Niklaus Brantschen mit den Beschränkungen um? Mit der Empfehlung, nur für das Nötigste aus dem Haus zu gehen? Welchen begegnet er Sorgen und Ängsten? Und welche Kraft wirkt in der Stille für den Meditationsmeister? Der 82jährige hat Antworten, die weit über die aktuelle Situation weisen.

- rechts auf dieser Seite finden sie den Link zum Gespräch

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24. März 2020

Sei gegenwärtig

Sei gegenwärtig. Nimm wahr, was ist und was vorgeht.
Sei einfach.
Wende dich dem Alltäglichen zu. Dem Kleinen.
Freue dich. Geniesse. Lass dir den Mut nicht nehmen.
Schaue tief in die Natur der Dinge.
Handle, aber tue es aus der Haltung eines Menschen, der nicht handelt.
Handle sanft.
Handle in Übereinstimmung mit der Wirklichkeit.
Handle in Freiheit. Lass los.
Habe Sinn für das Paradoxe.
Denke mit dem Herzen.
Denke weiblich. Denke empfangend.

Aus: Jörg Zink (Hsg): Unter dem grossen Bogen. Kreuz Verag 2001

25. April 2020

(Beitrag von Rado Stecki)

Wenn es dein Wunsch ist, dass ich verstumme
Und meine Stimme schweigt,
Werde ich verstummen und schweigen bis
Ich erlöst bin, wenn es dein Wille ist.

Wenn es dein Wunsch ist, dass eine Stimme wahr spricht,
Singe ich zu dir von diesen Hügeln.
Von diesen Hügeln
erklinge aller Lobpreis
Wenn du wünschst, dass ich singe.

Wenn es dein Wunsch ist,
so lasse die Wasser fließen, die Berge erklingen.
Deine Gnade überwalle
All die tosenden Herzen in der Hölle
Wenn es dein Wunsch ist, uns zu erlösen.

Nimm uns auf und halte uns dicht
Deine Kinder all, im Tuch aus Licht.
Wir im Engelsgewand in der strahlenden Tracht
Ist es dein Wunsch, beende die Nacht.
Wenn du es wünscht.

-Leonard Cohen-

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