Kirchenmusik

Kirchenmusik, Organisten und Kantorinnen

Musik ist in unseren Tagen allgegenwärtig. Sie dringt unaufhörlich aus Fernseher und Radio, erschallt auf Knopfdruck von Tonträgern und aus dem Internet. Das war nicht immer so: Musik als Ausdrucksform für das Besondere, Musik als Steigerung der Würde bei der Feier des Gottesdienstes wird oft nicht mehr in ihrer herausragenden Bedeutung wahrgenommen, weil wir alle Tag für Tag mit Musik überfrachtet werden.

Von jeher spielte Musik und vor allem der Gesang in der Feier des christlichen Gottesdienstes eine zentrale Rolle. Die ältesten Handschriften der Gesänge des Gregorianischen Chorals zeugen von einer ehrfürchtigen und behutsamen, ja geradezu liebevollen Behandlung des vertonten Textes. In den etwa 1200 Jahren, die seit diesen ersten schriftlichen Zeugnissen abendländischer Musik vergangen sind, schufen Komponisten unaufhörlich ein enormes Repertoire an Musik für den Gottesdienst, zunächst nur für die menschliche Stimme, in den letzten Jahrhunderten auch verstärkt für Instrumente. Musik ist ein Grundbedürfnis des Menschen und daher aus dem Gottesdienst der Kirche nicht wegzudenken.

Welchen Stellenwert auch die Kirche von heute der Musik im Gottesdienst einräumt, bezeugt sie dadurch, dass der "musica sacra" in der Liturgiekonstitution des Zweiten Vatikanischen Konzils ein eigenes Kapitel gewidmet ist. Auch das neue Messbuch von 2002 (das bislang allerdings nur in lateinischer Sprache vorliegt) führt diese Bewertung weiter fort und unterstreicht die Bedeutung des Gesangs als integralen Baustein des Gottesdienstes. Doch nicht nur in der Feier der Liturgie spielt Musik eine zentrale Rolle: Die Bedeutung geistlicher Konzerte im Leben einer Pfarrgemeinde wird oft immer noch unterschätzt. Häufig ist der Besuch eines geistlichen Konzertes für viele Menschen in der heutigen Zeit der einzige Verknüpfungspunkt mit christlichem Gedankengut. Einen sakralen Raum dabei lediglich als kostenlose Konzerthalle für weltliche Musik zu missbrauchen, ist abzulehnen. Doch eine Verknüpfung von Musik (ob vokal oder instrumental) mit der christlichen Botschaft (in Schriftwort, Meditationstexten o. ä.) im Rahmen eines Konzertes ist eine Chance der Verkündigung, die es zu nutzen gilt.

Um die Kirchenmusik in unserer Pfarrei kümmert sich in Zusammenarbeit mit den Liturgen Armin Böck gemeinsam mit den weiteren OrganistInnen, den KantorInnen und dem Kirchenchor. Durch das Singen und Musizieren werden viele Menschen aller Altersstufen in das Leben der Pfarrgemeinden eingebunden und tragen so dazu bei, dass "Kirche" als singendes und betendes Volk Gottes erfahrbar wird. KirchenmusikerInnen leisten daher auf ihre Weise einen wichtigen Dienst in der Pfarreiarbeit.

Leitung des Kirchenchors

Seit 1. Januar 2011 steht der Kirchenchor unter der Leitung von Armin Böck, wohnhaft in Müllheim, Deutschland.

Richelle Bakovsky, geb. in USA, ist seit Juni 2003 als Organistin in unserer Pfarrei tätig. Frau Bakovsky schloss ihre Studien 1973 mit dem Bachelor of Music an der University of Arizona für Klavier und Waldhorn und 1975 an der Indiana University Bloomington für Waldhorn und Kirchenorgel ab. Sie absolvierte die Meisterkurse in den USA für Waldhorn, Orgel und Klavier.

Willi Kenz, Basel, studierte an der Musik-Akademie der Stadt Basel Saxofon und Blasmusikdirigent und am Jazz-Studio Jazz-Klavier. 1988 schloss Herr Kenz am Amt für Kirchenmusik in der Erzdiözese Freiburg die Ausbildung zum Katholischen Kirchenmusiker ab. Herr Kenz unterrichtete an verschiedenen Musikschulen und spielte und dirigierte in verschiedenen Orchestern. Willi Kenz ist seit 1. August 2004 als Organist in unserer Pfarrei tätig.